Progressive Muskelentspannung

Edmund Jacobson, ein schwedischer Arzt entwickelte so um 1920 die PMR.
Er leitete seit 1918 ein Institut für klinische Psychologie und war Chefarzt an einer Klinik für innere Medizin in Chicago. Er untersuchte an Ausbildern für Flugkadetten, die zu ängstlichen Nervenzusammenbrüchen neigten, den Zusammenhang zwischen der muskulären Anspannung und der Emotion der Angst.
Die PMR ist neben dem Autogenen Training eine der bekanntesten Entspannungsmethoden.

Die Muskelrelaxation ist körpernah und zugleich besteht die Möglichkeit die Entspannungsarbeit mit imaginären Phänomenen zu verbinden. In diesem Sinne hat Jacobson die Methode als ganzheitlich verstanden. Das besondere an dieser Methode ist die universelle Anwendbarkeit, ihre hervorragende Kombinationsmöglichkeit mit anderen Psychotherapiemethoden, ihre rasche Wirkung und einfache Erlernbarkeit.

Wissenschaftliche Arbeiten ergaben, PMR wirkt bei Angst, Depression, Schlafstörungen, psychosomatischen Störungen, Kopfschmerzen und Migräne, arterielle Hypertension und Herzinfarkt, sportmedizinische Indikation und allgemeine Stessbekämpfung.

In all unseren Aktivitäten steckt Anstrengung und zugleich Spannung. Bei einem Übermaß an Spannung über einen längeren Zeitraum kann es zu Erkrankungen kommen. Zu den spannungsbedingten Erkrankungen gehören verschiedene weit verbreitete nervöse Störungen, wie Angstzustände und Beschwerden die sich dann auf der körperlichen Ebene manifestieren.
Hierzu gehören Magengeschwüre, nervöse Verdauungsstörungen, Reizcolon, Schlafstörungen, hoher Blutdruck und koronare Herzerkrankungen. Denken Sie nur an alte Sprichwörter: Das schlägt mir auf den Magen, da kommt mir die Galle hoch.
Die aktive Rolle des Klienten kann nicht oft genug erwähnt werden. Aktiv in das Heilsystem eingreifen, sich der eigenen Macht bewusst werden, die wir alle über unseren Körper haben, ist ein wichtiger und wertvoller Gewinn der progressiven Muskelentspannung. Und das Beste dabei ist, die Methode ist frei von Nebenwirkungen.